Rund um den Parkraum

Parkplätze sind heute oft ein knappes Gut und Parkplatz-Probleme entsprechend dringlich. Gleichzeitig sinkt der Autobesitz der Bewohner grösserer Schweizer Städte stetig und Grundeigentümer sehen sich in ihren Tiefgaragen mit Leerstandsproblemen konfrontiert. Die aktuellen technologischen Entwicklungen der Vernetzung und Automatisierung des Autofahrens und des sich daraus ergebenden Geschäftsfeldes selbstfahrender Carsharing-Flotten werden diese Entwicklung aller Voraussicht nach verstärken. Gemeinsam ist allen Parkplatzfragen in der Regel eine hohe Emotionalität, die mit professioneller Argumentation entschärft werden kann.

Zur Lösung solcher Probleme erarbeiten wir Pflichtparkplatzreglemente oder entwickeln kommunale Parkraumplanungen, z.B. Parkzonen mit Anwohnerbevorzugung. Wir entwickeln Administrationskonzepte z.B. zu Nachtparkierungsregelungen, übernehmen Untersuchungen zur Erfolgskontrolle sowie die Entwicklung von Parkplatzbewirtschaftungssystemen und Mobilitätskonzepten für Unternehmen und Wohnsiedlungen. Neben den Parkplätzen für Motorfahrzeuge kümmern wir uns auch um Ihre Bedürfnisse bei Abstellplätzen für Zweiräder.

Pflichtparkplatzreglemente und Vorschriften in Sondernutzungsplanungen
Mit der Gestaltung Ihres Pflichtparkplatzreglementes oder durch die entsprechenden Vorgaben in Sondernutzungsvorschriften bestimmen die Gemeinden Umfang und Ausgestaltung des Privatparkplatzangebotes bei seiner Entstehung. Dieses Angebot umfasst meist rund zwei Drittel des gesamten Parkplatzangebotes. Ein aktuelles Reglement ist daher von grosser Bedeutung. Mittels geeigneter Regelungen können z.B. Erschliessungen durch den öffentlichen Verkehr berücksichtigt und auch Lösungen für innovative, zukunftsträchtige Mobilitätskonzepte wie z.B. autofreies Wohnen berücksichtigt werden.

Parkraumbewirtschaftung für Gemeinden und Unternehmen
Neben der Parkplatzanzahl beeinflusst die Parkraumbewirtschaftung (maximale Parkdauer, Parkgebühren) die Nutzung des Parkraums massgeblich. Wir erarbeiten Bewirtschaftungskonzepte, welche Gemeinden und Unternehmen bei der Erreichung ihrer Ziele im Mobilitätsbereich unterstützen. Bei Konzepten für Unternehmen zeigen wir zusätzlich Synergien zu Förderprogrammen zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel auf, schlagen bei knappem Angebot Zuteilungssysteme an Mitarbeitende vor oder erarbeiten begleitende Kommunikationskampagnen.

Parkrauminventare und Belegungsanalysen
Bestehen Unklarheiten bezüglich des bestehenden Parkraumangebotes? Mit Parkrauminventaren ermitteln wir detailliert die genaue Anzahl, Lage und Gebührenregelung von Auto- oder Veloabstellplätzen. Wir inventarisieren effizient und mit Routine das Angebot auf öffentlichem und privatem Grund und bereiten dieses für Tabellen und GIS-Systeme auf. Mit Belegungsanalysen erheben wir Informationen zum Belegungsgrad und zum zeitlichen Verlauf der Belegung von Parkräumen sowie zu durchschnittlichen Parkierdauern.

Parkplatz-Nachweis
Aufgrund unserer durch aktive Mitarbeit in der massgebenden VSS-Expertenkommission gewonnenen Er­fahrungen erstellen wir Parkplatznachweise auch für komplexe Nutzungen einfach und effizient. Neben Parkplatz-Bedarfszahlen für zukünftige Nutzungen schätzen wir auch das resultierende Verkehrsaufkommen ab und liefern damit wichtige Inputs für Baugesuche, UVP’s und andere Planungsarbeiten. Für autofreie oder autoarme Siedlungen erarbeiten wir Mobilitätskonzepte als Grundlage für die Bewilligung von Unterschreitungen der Pflichtparkplatzzahlen.

Mobilitätskonzepte zur Unterschreitung des Pflichtparkplatzbedarfs
Wir erstellen für Ihr konkretes Vorhaben ein passendes Mobilitätskonzept und unterstützen Sie im Bewilligungsprozess. Dabei geben wir Ihnen gezielt Handlungsempfehlungen, damit die Mieter- bzw. Käuferschaft ein optimales Parkraumangebot sowie möglichst gute Voraussetzungen zur Nutzung von Alternativen zum eigenen Auto vorfindet. Gleichzeitig ist es uns ein Anliegen, dass die Verkehrs- und Parkflächen der Überbauung im Hinblick auf zukünftige Entwicklungen im Mobilitätsmarkt auch langfristig sinnvoll nutzbar sein werden.
Beispiele von Bauprojekten mit von uns ausgearbeiteten Mobilitätskonzepten für autoarmes bis autofreies Wohnen und Arbeiten in der Stadt Zürich sind das Baufeld H der Europaallee (SBB Immobilien), Teile der Greencity Manegg (Wogeno & Genossenschaft Hofgarten), Kalkbreite und Zollhaus (Genossenschaft Kalkbreite), Sihlbogen (Baugenossenschaft Zurlinden), Triemli 1 (Baugenossenschaft Rotach) oder das Zentrum Friesenberg (Familienheim-Genossenschaft FGZ).