Angebotskonzept Limmattal 2005

Auftraggeber: Verkehrsbetriebe der Stadt Zürich
Zeitraum: 1998 - 2005
Projektleitung: Jens Bornand

Das heutige Busnetz-Konzept im Limmattal ist seit 1990 in Betrieb. Es wurde periodisch den sich verändernden Nachfrage- und Marktstrukturen angepasst. Insbesondere die folgenden Aspekte machten aber eine Überprüfung und Optimierung des Angebotskonzeptes notwendig:

Die Änderungen der Marktstrukturen der vergangenen acht Jahre
die infolge Neuüberbauungen zu erwartende Nachfrageänderungen der kommenden Jahre
die Neuerstellung der S-Bahnstation Glanzenberg
die Veränderungen im S-Bahnangebot (Anschlüsse, Abfahrtszeiten etc.)
die zunehmenden Behinderungen durch den Individualverkehr
die z.T. unwirtschaftlichen Fahrzeugumläufe.

Im Rahmen der Studie wurde das Busangebot überprüft und optimal auf die heutige und zukünftige Nachfrage abgestimmt. Das Angebotskonzept wurde in Varianten entwickelt und in Zusammenarbeit mit den Verkehrsbetrieben Zürich und der regionalen Verkehrskonferenz (RVK) konkretisiert. Das Konzept soll ab dem Jahr 2000 etappenweise realisiert werden.

Es hat sich gezeigt, dass sich das Nachfragepotential im Limmattal für den öffentlichen Verkehr stark verändert hat. In Zukunft dürften vor allem die Zahl der Arbeitsplätze wachsen und damit sowohl der Pendlerverkehr als auch der Einkaufs- und Freizeitverkehr steigen. Während der Hauptverkehrszeiten kann das neue Potential nur ausgeschöpft werden, wenn es gelingt, die Busse auf den überlasteten Strassenabschnitten behinderungsfrei zu führen. Aufgrund der zunehmenden Flexibilisierung von Arbeits- und Einkaufszeiten und der im Vergleich zum Pendlerverkehr wachsenden Bedeutung des Freizeitverkehrs dürfte aber vor allem ausserhalb der traditionellen Pendlerzeiten ein Nachfragewachstum möglich sein.

Mit dem neuen Angebot wird für die zentralen Gebiete des Limmattals neu ein durchgehender Viertelstundentakt realisiert. Die Merkbarkeit des Fahrplans wird verbessert. Dank einer konsequenten und frühzeitigen Berücksichtigung der wirtschaftlichen Aspekte (Fahrzeugumläufe) im Planungsprozess konnte die Angebotsverbesserung im Rahmen der vorgesehenen geringen Mehrkosten realisiert werden.

An der Sitzung der regionalen Verkehrskonferenz vom 15. Dezember 1999 wurde das erarbeitete Angebotskonzept einstimmig gutgeheissen.



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