Optimierung Abfallsammeltour Stadt Zug

Auftraggeber: Umwelt- und Sanitätsamt der Stadt Zug
Zeitraum: 1996-1998
Projektleitung: Stephan Keiser

Verschiedene Aspekte führten zur Absicht der Stadt Zug, die Effizienz der Abfall-Sammeltouren überprüfen zu lassen. Primärziel der vorgesehenen Arbeiten bildete die Überprüfung der Frage, wieweit die heutigen Abfallsammeltouren bezüglich Tourenplanung, Personal- und Fahrzeugeinsatz sowie Kilometerleistung optimiert werden können. Im Rahmen einer Vorstudie wurde die Planungsbüro Jud AG beauftragt, eine geeignete Methodik zur Erfassung von diesbezüglichen Optimierungspotentialen zu entwickeln. Zudem sollten Ansätze aufgezeigt werden, ob und wieweit das heute bei der Abfallentsorgung gültige "Hol-Prinzip" (teilweise) ohne negative Umweltfolgen durch ein "Bring-Prinzip" ersetzt werden könnte.

Die zu analysierenden Sammeltouren wurden durch ein speziell ausgerüstetes Analysefahrzeug der Planungsbüro Jud AG verfolgt. Im Auto nahmen zwei Personen Einsitz. Eine Person als Fahrer, die andere als Datenerfasser. Mittels einer im Fahrzeug installierten Videokamera wurde die gesamte Sammeltour in Echtzeit auf Band aufgezeichnet. Zusätzlich wurden die durch das Sammelpersonal getätigten Ladevorgänge, Fahr- und Haltezeiten auf einem für diesen Zweck programmierten PSION-Handheld-Computer zeitgenau eingegeben. Ebenso wurde die Art des geladenen Gebindes (35-Liter-Sack, Container, etc.) und die dazugehörigen Strassennamen abgespeichert. Besondere Probleme und Beobachtungen wurden direkt auf ein Diktaphon gesprochen.

Nach Abschluss der Vorstudie und der Entwicklungsarbeiten wurde die Methodik inzwischen erfolgreich für die flächendeckende Analyse der Kehrichtsammeltouren in der Stadt Zug eingesetzt. Die Umsetzungsarbeiten der gewonnenen Erkenntnisse sind im Gange.




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